Küstenschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe

So alt wie die Besiedlung der Insel ist der beständige Kampf zwischen den Menschen und dem Meer: Seit jeher setzen Sturmfluten der Sylter Küste schwer zu, bröckelt das Ufer immer weiter ab.

 
Die Hörnumer Westseite nach einer Sturmflut
 

Anhand alter Chroniken lässt sich nachweisen, dass Sylt seit dem 13. Jahrhundert um etwa zwei Drittel geschmolzen ist. Besonders nachhaltig sind die Landverluste durch Sturmfluten, die besonders am Sylter Südzipfel nagen und die Hörnum-Odde kontinuierlich dezimieren.

Verschiedene Maßnahmen zum Küstenschutz wurden im Laufe der Zeit erprobt, angefangen vom Deichbau und Dünenbepflanzungen über das Anlegen von Buhnen bis hin zum Tetrapodenbau. Seit 1972 begegnet man dem steten Angriff des Meeres auf Sylt mit Sandvorspülungen. Bei dieser bis dato wirkungsvollsten Küstenschutzmaßnahme ankern Spezialschiffe vor der Küste und pumpen durch Rohrleitungen unablässig Sand an den Strand, den Planierraupen dort gleichmäßig verteilen. So wird bei einer Sturmflut dann nicht das eigentliche Ufer, sondern das vorgelagerte Sandpolster abgetragen. Zudem sorgt ein breiter, flach auslaufender Strand dafür, dass die Wellen auslaufen können und ihre Energie gebrochen wird.