Hörnumer Leuchtfeuer

13.07.2017

Sylter Rundschau vom 13. Juli 2017: Knapp ein Jahr hat es gedauert, doch nun ist das Ziel erreicht: Um das ehemalige Leuchtfeuer der Hörnum Odde im Zentrum des Inselsüdens aufstellen zu können, haben 100 Einheimische und Gäste insgesamt 40 650 Euro gespendet. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass sich auf den Aufruf hin so viele finanziell beteiligt haben“, sagt Gemeindevertreterin Ulrike Lund (AWGH). Derzeit laufe der Bauantrag – wenn dieser genehmigt ist, soll zunächst das Beton-Fundament gegossen werden, in dem das Leuchtfeuer schließlich verankert werden soll. „Wir hoffen, dass Anfang Herbst alles fertig ist und dort, wo jetzt noch die Glascontainer stehen, dann das Unterfeuer steht.“ Dass ihnen zukünftig das helle Leuchtfeuer ins Wohnzimmerfenster scheinen wird, müssen die Hörnumer allerdings nicht befürchten. „Es wird lediglich abends ein kleines Licht zusammen mit den Straßenlaternen angehen“, verspricht Lund. Über drei Jahrzehnte stand mit dem Hörnumer Leuchtfeuer ein markantes insularen Wahrzeichen auf der Düne an der Sylter Südspitze. Im November 2013 musste das weiß-rote Unterfeuer allerdings abgebaut werden: Zu stark hatten Wind und Sturmfluten an der Odde genagt und die ehemals hohe Düne, auf der das Leuchtfeuer im Jahr 1979 errichtet wurde, war größtenteils weggebrochen. Stark absturzgefährdet stellte es für die Spaziergänger eine Gefährdung dar, bis schließlich das Wasser- und Schifffahrtsamt kam und den kleinen Leuchtturm entfernte. Drei Jahre ist das nun her. Seitdem lagert die Gemeinde das Leuchtfeuer auf dem Bauhof am Campingplatz im Inselsüden, bis es in ein paar Wochen innerhalb der kleinen Parkanlage an der Rantumer Straße Ecke Steintal (siehe Foto links) stehen wird. „Unser Ziel ist es, dass auch das Umfeld des Leuchtfeuers neu gestaltet wird, damit Einheimische und Gäste eine attraktive Ortsmitte haben, die auch zum verweilen einlädt“, betont Lund. Dass das Leuchtfeuer wieder im Ort errichtet wird, war den Hörnumer Gemeindevertretern sehr wichtig. „Wir möchten, dass das Unterfeuer in unserem Ort bleibt und ein Mahnmal für den Küstenschutz darstellt“, betont Ulrike Lund. „Unsere Insel wird immer kleiner und durch die Errichtung des Leuchtfeuers im Ort machen wir alle vorbeikommenden Menschen darauf aufmerksam, dass wir weiterhin unsere Küste schützen müssen.“